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» Zum Thema: Evangelium "Wasser predigen -Wein trinken" vom letzten, 31. Sonntag, Lesejahr A «
  von Michael Klüter 

Ich hatte das große Glück, am letzten Sonntag eine Predigt zum Evangelium und die dazu gehörige Lesung aus dem Buch Maleachi 1,14b - 2,2b.8-10, an meinem Urlaubsort von einem jungen Kaplan in der Touristenseelsorge zu hören.

Er begann: "Heute dürfen Sie mal so richtig mit der Bibel über die Priester schimpfen!" Ergebnis der Texteauswertung: Es gibt nur einen Herrn und darunter sind alle gleich, keiner wertvoller, keiner hervorgehobener, auch nicht als Stellvertreter des Herrn, denn der braucht keinen - er ist sowieso / selbst da.

Der junge Kaplan wies aber auch darauf hin, dass es ihm sehr schwer gemacht würde, Gleicher unter Gleichen zu sein: "Versuchen Sie mal, auf einer Versammlung nicht am Vorstandstisch von KfD oder KAB Platz zu nehmen ..."

Aber deshalb meine ich auch, Priester haben wie wir anderen Gleichen ebenfalls das Recht, das Leben zu genießen - zum Ausgleich für den anstrengenden Job.

Liebe Grüße,
Michael Klüter

Do 09 Nov 2017 22:36:50 CET
 


» Evangelium vom 5.11.2017 "Worte gegen die Pharisäer" «
  von Heinrich Stüter 

"Darauf wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Moses gesetzt. Tut und befolgt also alles was sie euch sagen,aber richtet euch nicht nach dem was sie tun; denn sie reden nur, tun selber aber nicht was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen...
...Bei jedem Festmal möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gerne Grüßen und von den Leuten Rabbi (Meister) nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle seid Brüder. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen, denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt wird erhöht werden.

In der Predigt darauf sprach Pastor Kumpf mir voll aus der Seele: Diese Worte Jesu über die Pharisäer haben bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren. In Wirtschaft und Politik findet man es leider nur zu häufig, dass sich nicht wenige Manager wichtiger vorkommen als andere Menschen. Aber leider gibt es diese Zeitgenossen auch unter den "Managern" der Kirchen. Wenn Kardinäle sich von Gläubigen ehrfurchtsvoll ihren Ring küssen lassen; wenn Geistliche der festen Überzeugung sind, mit dem Anlegen der Messgewänder schlüpften sie in die Stellvertreterrolle Christi hinein, dann ist das für mich ein Zeichen von Überheblichkeit und mangelnder Demut.
Sind nicht alle Christen Stellvertreter Christi? Nur leider ist sich nicht jeder dieser Stellvertreterrolle bewusst. Sind wir nicht alle Brüder und Schwestern? Lässt sich ein Bruder von seinen Mitbrüdern kniefällig einen Ring küssen?

Ich denke, wenn das tragen prunkvoller Messgewänder einige Mitchristen dazu verführt, sich anderen überlegen, ja höher gestellt zu fühlen, was menschlich nachvollziehbar ist, dann währe es eine Sünde sie weiterhin in Versuchung zu führen.
Wie währe es, wenn ein Priester ohne sich vorher zu verkleiden, in ganz normaler Kleidung, wie seine Mitbrüder die Messe lesen würde?

Do 09 Nov 2017 16:14:09 CET
 


» Neuer Stoff auf alten Kleidern «
  von Hans-Georg Steden 

Lieber Herr Stüter,
ich teile Ihre Sorgen, natürlich - wer täte das nicht? Dennoch besteht Hoffnung: Nimmt man alles zusammen, was in der letzten Dekade zur Vorbereitung auf das heutige Reformationsjubiläum in Deutschland in den beiden Kirchen geschehen ist, scheint mir die Einsicht zu wachsen, dass es nicht darum geht - um im Bilde zu bleiben - Flicken auf alte Kleider zu nähen, sondern darum, endlich wieder in ein gemeinsames Kleid zu schlüpfen oder vielmehr sich dessen bewusst zu werden, dass man eigentlich ein gemeinsames Kleid trägt, es nur in seiner Schönheit nach außen hin selbewusst tragen und zeigen muss. Ich habe heute bei dem fantastischen Fest zum Reformationsjubiläum der evangelischen Gemeinde Bochum-Querenburg auf dem Rittergut Haus Laer von einem katholischen Theologen und Luther-Experten den Satz gehört: "Das Trennende ist viel viel geringer, als das Gemeinsame. Was berechtigt uns dann noch, getrennte Wege zu gehen?" Und: "Luther ist katholisch getauft, hat katholisch gelebt und ist katholisch gestorben. Von den Päpsten seiner Zeit darf man das mit Fug und Recht bezweifeln." Ihm ging es um die Rückkehr zu dem, was das Wesen der katholischen Kirche einmal war. Wohl gemerkt: Katholisch im Sinne von allumfassend, nicht als Konfessionsbezeichnung, weil es damals ja noch keine Konfessionen gab. Warum dann also nicht die Rückkehr zu d i e s e r Form von Katholizität, unter deren Dach sich dann alle Christen gemeinsam auf die Wege begehen, die immer wieder neu vor jeder Gemeration liegen?
Zum Schluss noch eine Utopie:
Ich glaube, schon aus pragmatischen Gründen wird es - in sagen wir fünfzehn/zwanzig Jahren - kaum noch rein konfessionell geprägte Gemeinden geben, sondern christliche Zentren in den Städten und Stadtteilen, wo (ehemals) katholische und evangelische Gemeinden gemeinsam, geeint auftreten, ihre Gebäude und sonstigen, vor allem personellen Ressourcen gemeinsam nutzen, bis hinauf zur Ebene der Geistlichen. Vielleicht hat das Jubiläumsjahr zur Reformation uns einen kleinen Schlüssel in die Hand gegeben, den wir "nur" in das richtige Schloss stecken müssen für eine der Türen, die durchschritten werden müssen.

Di 31 Okt 2017 18:35:46 CET
 


» Gedanken zum Reformationstag «
  von Heinrich Stüter 

Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel (der Tür) zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, die hineingehen wollten habt ihr daran gehindert. (Luk.11,52)

Diesen und noch eine Vielzahl weiterer Vorwürfe machte Jesus, als er bei einem Pharisäer zum Essen eingeladen war.
Ob Jesus wohl diese Vorwürfe auch den Gesetzeslehrern und Würdenträgern SEINER Kirche gemacht hätte?
Ja, ich bin fest überzeugt davon.
Über Jahrtausende hinweg wurde das Evangelium nur in Latein verfasst, und ich denke, vielleicht sogar bewusst mit der Absicht, dem gemeinen Kirchenvolk die Erkenntnisse über die wahre Lehre Christi zu verwehren. So konnte die Geistlichkeit sich über das gemeine Kirchenvolk erheben und von den Kanzeln frei nach ihrem Gutdünken die Gläubigen ermahnen und unter Druck setzen. So wurden Ablassbriefe verkauft, zu Kreuzzügen und Kriegen angestiftet und eine Inquisition betrieben, die jahrhundertelang Europa in Angst und Schrecken versetzte.

Martin Luther hat das vor 500 Jahren erkannt. Und er hat auch erkannt, dass diese Kirche schon längst den Pfad der christlichen Lehre -des Evangeliums verlassen hatte. Es war gewiss nicht in seinem Sinne, eine neue Kirche zu schaffen. Seine Kirche zu erneuern, zu reformieren, das war sein Bestreben, als er die Bibel übersetzte. Aber er hat nicht an die Worte Christi gedacht wo es heißt:
Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab und es entsteht ein noch
größerer Riss. (Mark.2.18-22)

Aber wie sieht das heute aus?
Die Fakten sprechen für sich: Immer mehr Menschen kehren der Kirche den Rücken. Sie stimmen mit den Füßen ab! Die Kirche erreicht sie nicht mehr, sie hat ihnen nichts mehr zu sagen, obwohl die Suchtstatistiken eine klare Sprache sprechen. Viele Menschen sind auf der Suche nach etwas, was sie nicht kennen und somit auch nicht finden können. Jesus, das Evangelium hat die Antwort auf ihre Fragen und die Kirche hat die Aufgabe Jesus Sprachrohr, Jesus Lautsprecher zu sein.

Zur Zeit stehen viele, tiefgreifende Reformen in der Kirche an; ob es allerdings funktioniert ein neues Stück Stoff auf ein altes Kleid zu nähen, das mag die Zeit zeigen.

Mo 30 Okt 2017 18:08:39 CET
 


» Diskussion zum Gleichnis vom Gutsherrn «
  von Michael Klüter 

Hallo Herr Stüter,

das finde ich ja toll, dass Sie die alte Tradition der Bibel-Diskussion hier im Gästebuch wiederbeleben!

Zu Ihren Gedanken:

Der Gutsherr, der sich einfach mal so ins Ausland zurückzieht und sein Geld arbeiten lässt, ist wahrscheinlich kein attraktives Bild mehr, mit dem man in unseren Breiten neue "Winzer" wirbt - und die alten sterben aus, egal, ob sie die Ärmel aufgekrempelt oder lieber selbst Gutsherr gespielt und auch damit neue junge Winzer abgeschreckt haben. Viele der jungen Winzer hängen im Übrigen/zudem nicht einfach irgendwo rum. Sie wurden schlicht und einfach anders be"geistert" und sind schon lange in ganz anderen Weinbergen durchaus ehrenhaft und aktiv tätig - nur ohne Gutsherr.

So bleiben leider inzwischen nur noch ganz wenige, die sich von Ihrer - durchaus berechtigten - Aufforderung, die Ärmel aufzukrempeln überhaupt noch angesprochen fühlen können. Lenken wir unseren Blick mal auf die nächste P/GR-Wahl.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Klüter

Di 10 Okt 2017 13:57:30 CEST
 


» Evangelium vom 8.10. Matthäus. 21,33-46 Das Gleichnis von den bösen Winzern «
  von Heinrich Stüter 

Es war ein Gutsbesitzer,der legte ein Weinberg an,zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte aus , um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den anderen brachte sie um, einen dritten steinigten sie...
Ich denke, weiter brauche ich dieses Gleichnis, welches Jesus den Hohenpriestern vortrug nicht auszuführen. Nur soviel: Letztlich brachten sie sogar seien Sohn um.
Was wird der Gutsbesitzer mit solchen Winzern tun, wenn er kommt?, war Jesus Frage darauf an die Ältesten. Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, antworteten sie ihm.

Heute denken wir, dass Jesus mit diesem Gleichnis die Hohenpriester und Schriftgelehrten gemeint hat, nur frage ich mich, was für ein Gleichnis würde Jesus uns und unseren "Schriftgelehrten" heute vortragen?

Es war ein Gutsbesitzer, der legte ein Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, schaffte sämtliche Maschinen und Geräte an, die zur Pflege eines Weinberges nötig sind und verpachtete alles an Winzer. Dann zog er in ein anders Land. Die Winzer aber waren faul. Sie dachten nur an einen schnellen Profit; sie dachten der Gutsherr würde sobald nicht wieder kommen. Sie verkauften alle Maschinen und Geräte und machten sich davon ein schönes Leben. Den Weinberg aber ließen sie verkommen. Die Pflanzen wurden nicht bewässert und vertrockneten. Bald wucherte nur noch überall das Unkraut.
Was glaubt ihr, was der Gutsherr machen würde, wenn er wieder kommt? ,könnte Jesus uns fragen.
Wollen wir Jesus die gleiche Antwort geben, wie sie damals die Hohenpriester im gaben?
Ich denke, es ist höchste Zeit, dass alle die sich in der Nachfolge Christi sehen, die Ärmel aufkrempeln und den Weinberg wieder so herrichten, dass dort gute Früchte heranwachsen.

Gruß und einen wachen Blick
Heinrich Stüter

Di 10 Okt 2017 09:42:41 CEST
 


» Der Weg zum Vater (Joh. 14.8 ff) «
  von H. Stüter 

Philippus sagte zu Jesus: "Herr zeig uns den Vater; das genügt uns." Jesus antwortet ihm:"Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat,hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte die ich euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke. Amen,amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Sohn im Vater verherrlicht wird."

Dieser Ausschnitt aus einem Gespräch Jesu mit seinen Jüngern macht klar, dass selbst damals zu Jesu Lebzeiten viele seiner engsten Begleiter nicht verstanden haben, aber auch nicht glauben konnten, was er ihnen in vielen Gleichnissen und durch seine Taten und Heilungen begreiflich machen wollte. Sie haben ihn nicht erkannt! Sie können es nicht verstehen, wie es sein soll, wenn er sagt: Ich bin im Vater und der Vater ist in mir! Oder wie er an anderer Stelle sagt: Der Vater und ich wir sind eins! Und er geht noch weiter, wenn er sagt: An jenem Tage werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch!

Lasst uns diese Worte jeden Tag, jede Stunde in uns aufnehmen. Lasst uns immer wieder bewusst werden, dass wir von unserem Innersten, von unserer geistigen Existenz in Christus sind und Christus in uns ist, und wir somit direkt mit dem Vater, mit Gott verbunden sind, ob wir es wollen oder nicht. Wenn wir das wissen, wenn wir fest an Jesus glauben, dann können auch die Worte Jesu wahr werden, wenn er sagt:
"Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen
und er wird noch größere vollbringen!"

Mo 18 Sep 2017 16:04:29 CEST
 


» +VENI CREATOR SPIRITUS+ «
  von Alfons Stiewe 

KOMM HEILIGER GEIST!
Schenke mir die G E L A S S E N H E I T, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den M U T ,Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die W E I S H E I T, das eine vom anderen zu unterscheiden!

Liebe Gemeinde von St.Johannes,
ein frohes und gesegnetes Pfingstfest wünscht Ihnen mit freundlichen Grüssen
als Nachbar aus der "Heiligen Familie"
Alfons Stiewe

So 04 Jun 2017 18:24:11 CEST
 


» LUMEN CHRISTI «
  von Alfons Stiewe 

+ LUMEN CHRISTI + DEO GRATIAS+

Besser ist es ein LICHT anzuzünden, als über die Finsternis zu klagen!
+ CHRISTUS ist wahrhaft AUFERSTANDEN + ALLELUJA +

Liebe Gemeinde von St.Johannes, Wiemelhausen!

Frohe und gesegnete Ostern wünscht als Nachbar aus der Heiligen Familie
mit herzlichen Grüssen

Alfons Stiewe

Mo 17 Apr 2017 12:06:07 CEST
 


» Geht Nietzsche auch für Christen? «
  von Heinrich Wolf 

Liebes Team der Redaktion,
Wie ist es möglich, den (selbst-)kritischen Diskurs mitten in die christlichen Gemeinden zu tragen? Leider ist die Neigung zur Lektüre von Autoren (oft spez. noch dazu mit der Beschränkung auf christl. Verlage), die die eigene Weltanschauung u. Glaubensüberzeugung bestätigen, allzu groß. Aber wollen wir wirklich nur wissen, was wir schon wußten? Dabei wäre eine Erneuerung und Belebung der Gemeinde gerade aus der Kritik, bis zur Auseinandersetzung mit einer radikalen Verneinung, möglich denkbar. Für den niedrigschwelligen Einstieg in den fruchtbaren Dialog zwischen Christen und 'Anti'-Christen eignet sich besonders gut "Das pyramidale Prinzip 2.0" v. Franz Sternbald - überraschend neue Aspekte für eine aktuelle Nietzsche-Lese, gerade für überzeugte Christen. L.G. H. Wolf

Mi 26 Okt 2016 11:06:07 CEST
 




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